Freitag, November 24, 2017
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Historisches von 1962 bis 1984

Im Februar 1962 entstand nach einer Vorstandssitzung des Heimatvereins der "Derendorfer Jonges" die Idee zur Gründung einer neuen Karnevalsgesellschaft.

 

 

Die eigentliche Gründung erfolgte im November 1962. Gründungsmitglieder waren Hans Bongartz, Lothar Gros, Josef Beckinger und Josef Mergenthal. Auf Vorschlag von Hans Bongartz wurde die Gesellschaft "Till's Freunde" genannt.

Man dachte nicht im Traum daran, dass es einmal derart aufwärts gehen würde, als sich die vier Freunde zusammentaten. Am 4. Januar 1964 fand der erste karnevalistische Abend statt, bei "Becker am Münsterplatz" und zwar für den Stammtisch der "Lügenbrüder". Der Auftritt fand großen Anklang, und man beschloss, so weitermachen.

 

 

Ein Jahr später zog schon ein kompletter Elferrat in blaugelber Uniform und mit vier Tanzmariechen in die Gaststätte "Zum  Piefedeckel". Der Durchbruch gelang mit dem 1. Hoppeditz Erwachen am 11.11.1964. Ab diesem Zeitpunkt kam man an der "neuen Derendorfer Karnevalsgesellschaft" nicht vorbei. In der Session 1965/66 versuchte man sich in größerem Rahmen: mit einer Galasitzung im 100-jährigem "Dietrich-Bierkeller". Neben den eigenen Veranstaltungen, wie Galasitzung, Kostümbällen, und Kinderkarneval, richteten Till’s Freunde auch närrische Sitzungen für den Heimatverein "Derendorfer Jonges" den Bürgerschützenverein Rath und andere Kreise aus.

Bereits 1966 wurde ein eigenes elfköpfiges starkes Fanfarenkorps, hervorgegangen aus dem Tambourcorps Derendorf gegründet.

 

 

Danach ging es Schlag auf Schlag. So gab es Aufträge, karnevalistische Prunksitzungen auszurichten, die Beteiligung am Rosenmontag erfolgte im eigenen Wagen. Kinderkarnevalsfeste wurden organisiert, und die eigene Tanzgarde der Till's Freunde erzielte gute Erfolge bei überörtlichen Veranstaltungen.

 

 

Beim 1 x 11-jährigen Jubiläum im Jahre 1973 wurde im damaligen "Europa- Restaurant" tüchtig gefeiert. (Bürgermeister Josef Kürten übernahm die Patenschaft) erster Präsident Hans Bongartz übergab in diesem Jahr die Pritschenführung an Erich Harmsen weiter. Die Gesellschaft ernannte Hans Bongartz zum Ehrenpräsident. In den folgenden Jahren bis zum, 2 x 11 jährigen Jubiläum im Jahre 1984 entwickelte sich die Gesellschaft stetig weiter. Der Zuspruch zu den Veranstaltungen wuchs, die Säle waren regelmäßig ausverkauft. Die Jubiläumsveranstaltungen wurden dann in einem nivauvollem Rahmen gefeiert.
 

 

Nach dem Tod des Ehrenpräsidenten Hans Bongartz (1975) hatten in den Jahren 1975 und 1976 jeweils für kurze Zeit Wolfgang Trydte und Erich Harmsen die Vereinsführung inne. 1976 trat dann der langjährige Geschäftsführer Josef Neef den Vorsitz der Gesellschaft und 1984 die Präsidentschaft an. Auch sein Vorgänger wurde Ehrenpräsident. 1984 wurde der erste Senatsball eingeführt. Seitdem ist dieser Ball, das Aushängeschild der Gesellschaft geworden.

Beim Bau der Rosenmontagswagen allerdings lagen Freud und Leid beieinander: Gab es 1977 für den Wagen "Brückenverschub" noch einen 1. Preis, brannte im Jahr darauf das Gefährt ab. Erfreulicher Weise konnte der Wagen, dank des Einsatzes vieler Mitglieder über Nacht wieder hergerichtet, unter dem Motto: Heute noch Wagenbrand – morgen außer Rand und Band, doch am "Zoch" teilnehmen.